Informationen zu den beiden Systemen
Folgende Informationen sollen Ihnen die Meinungsbildung leichter machen:
Was ist BEIDEN Systemen gemeinsam ?
- Die Abfallbehälter werden mit einem Mikrochip ausgestattet, der eine Nummer besitzt, die eindeutig dem Nutzer des Abfallbehälters zugeordnet ist.
- Während die Mülltonne geleert wird, wird die Nummer automatisch gelesen und im Bordcomputer gespeichert.
- Jeden Abend werden die Daten an den EVS übertragen und so jede Leerung elektronisch dokumentiert.
- Das Müllfahrzeug fährt, - wie bisher - regelmäßig alle vierzehn Tage durch das Entsorgungsgebiet.
- Soll der Abfallbehälter geleert werden, stellt man ihn - wie gewohnt - am Straßenrand bereit.
Wie funktioniert die Gebührenabrechnung bei BEIDEN Systemen?
Die Gebühr setzt sich aus Grundgebühr und Leistungsgebühr zusammen. Die Grundgebühr bezahlt jeder einheitlich. Neu und sehr wichtig ist aber, dass die Höhe der Leistungsgebühr durch Sie, die Bürgerinnen und Bürger beeinflusst werden kann.
In der Grundgebühr sind die Kosten enthalten, die nicht unmittelbar von der Abfallmenge abhängen, z. B.
- Kosten für das Einsammeln
- Kosten für Betrieb, Instandhaltung und Nachsorge der Entsorgungsanlagen
- Ökomobil
- Sperrmüllsammlung
- Abfallbehälter usw.
Die Leistungsgebühr richtet sich
entweder
- nach der Anzahl der Entleerungen pro Jahr (beim Leerungssystem)
oder
- nach dem Gewicht der geleerten Tonnen (beim Verwiegesystem)
Was unterscheidet nun aber die beiden Systeme hauptsächlich ?
Leerungssystem:
- Grundlage der Abrechnung ist – neben der Grundgebühr - allein die Anzahl der Leerungen der Behälter einer bestimmten Größe – unabhängig vom Inhalt.
- Die Bürger stellen die Behälter in der Regel nur dann zur Abholung bereit, wenn sie voll sind d.h. nicht unbedingt bei jedem Abfuhrzyklus. Allerdings besteht die Gefahr, dass die Behälter – um Leerungen zu vermeiden – übermäßig „vollgestopft“ werden.
- Das System ist sehr einfach und erfordert wenig zusätzlichen technischen Aufwand.
- Erfahrungsgemäß kann die Hausmüllreduzierung bei Einführung dieses Systems gemessen am heutigen Aufkommen zwischen 20 und 30% betragen.
Verwiegesystem:
- Grundlage der Abrechnung ist – neben der Grundgebühr - allein das Abfallgewicht. Dies bringt erfahrungsgemäß einen besonders starken Anreiz zur Abfallvermeidung mit sich. Allerdings ist damit auch die Gefahr unerwünschter Müllentsorgungswege grundsätzlich größer.
- Im Ergebnis kann der Effekt der Hausmüllreduzierung bei diesem System zwischen 30 und 40% des heutigen Aufkommens betragen.
- Die zusätzlichen Einnahmen aus der Vermarktung der so frei werdenden Verbrennungskapazitäten und damit die gebührendämpfende Wirkung können daher höher als beim Leerungssystem sein.
- Durch den technischen Aufwand für die Verwiegung und den höheren logistischen Aufwand sind andererseits die Abfuhrkosten für den EVS höher.
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