zum Inhalt . zur Hauptnavigation . zur Unternavigation

Metanavigation

Warum ein neues Gebührensystem sinnvoll ist

Neues Gebührensystem hat Abfallvermeidung zum Ziel

Der Entsorgungsverband Saar setzt auf moderne, praxisgerechte Systeme in der Abfallabfuhr.

 

Bei Strom, Heizung und Gas ist sie bereits selbstverständlich - die Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch. Ab 2010 will der EVS auch das Gebührensystem in der Abfallwirtschaft entsprechend modernisieren.

 

Heute knüpft die Entsorgungsgebühr in den Kommunen, in denen der Entsorgungsverband Saar die Einsammlung des Abfalls organisiert 1, an der Größe des Abfallbehälters – in Kombination mit einem 14tägigen bzw. vierwöchigen Leerungsrhythmus - an.

 

1 Eppelborn, Lebach, Saarbrücken, St. Wendel und Völklingen organisieren die Einsammlung des Abfalls in Eigenregie

 

Ab 2010 – bis dahin laufen noch die alten Verträge mit den Entsorgungsfirmen – soll die Gebühr danach bemessen werden, wie oft ein Behälter im Jahr geleert werden muss (Leerungssystem oder „Ident-System“) oder wie schwer er ist (Verwiegesystem).

 

Möglich wird das dadurch, dass jeder Abfallbehälter mit einem Mikrochip ausgestattet wird und der Bordcomputer des Müllfahrzeugs bei jeder Leerung dessen Nummer liest. Beim Verwiegesystem wird zusätzlich bei jeder Leerung der jeweilige Behälterinhalt gewogen.

 

Mit den beiden Gebührensystemen haben es die Bürgerinnen und Bürger verstärkt in der Hand, durch Vermeidung von Hausmüll die eigenen Entsorgungskosten zu beeinflussen.

 

Wie bundesweite Erfahrungen zeigen, helfen solche Systeme, die Abfallmengen zu verringern, die in den Entsorgungsanlagen verbrannt werden. Die Bürger werden motiviert, alle angebotenen Wege der Mülltrennung zu nutzen. Dadurch werden zum einen wertvolle Materialien wiederverwertet und zum anderen in den Verbrennungsanlagen Kapazitäten frei, die auf dem freien Markt angeboten werden können (nicht alle Bundesländer verfügen nämlich über eine so gute Entsorgungs-Infrastruktur wie das Saarland!). Die dadurch erzielten zusätzlichen Einnahmen sollen wiederum verwendet werden, um die Gebührenentwicklung zu dämpfen.

Aktuell diskutiert die Verbandsversammlung des EVS, der alle saarländischen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister angehören, darüber, welches der beiden Systeme – Leerungs- oder Verwiegesystem – eingeführt werden soll, denn es gibt gute Gründen für das eine wie das andere System. Natürlich steht bei der Entscheidung insbesondere die weitere Gebührenentwicklung im Mittelpunkt. Diese Systementscheidung, die niemand der Verbandsversammlung abnehmen kann, steht nach der Sommerpause dieses Jahres an.

 

Der EVS möchte aber im Vorfeld dieser wichtigen Entscheidung in Erfahrung bringen, wie Sie, die Bürgerinnen und Bürger die unterschiedlichen Systeme bewerten und welches System Sie besser fänden.

Warum ein Systemwechsel sinnvoll ist

Dipl.-Ing. Karl Heinz Ecker
Dipl.-Ing. Karl Heinz Ecker
Dr. Heribert Gisch
Dr. Heribert Gisch

„Unser erklärtes Ziel ist ein modernes Abfallwirtschaftssystem mit hohen Vermeidungs- und Verwertungsanreizen“ so die EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker und Dr. Heribert Gisch.

 

„Aus der Einführung eines modernen, verursachergerechten Gebührensystems erwarten wir positive Effekte in die genannte Zielrichtung. Die nachhaltige Kreislaufwirtschaft wird durch die intensivere Nutzung der Erfassungssysteme für Wertstoffe - wie Bioabfall, Papier, Verpackungen, Elektro-Altgeräte - gestärkt. Aus diesem Grund forciert der EVS saarlandweit auch die Einrichtung von Wertstoffhöfen.

 

Im Ergebnis erwarten wir durch die verstärkte Abfallvermeidung aber auch größere finanzielle Spielräume, denn sie setzt vermarktbare Kapazitäten in den Abfallverbrennungsanlagen in Velsen und Neunkirchen frei. Die Einnahmen entlasten den Gebührenhaushalt des EVS und kommen somit den EVS-Gebührenzahlern zugute“, so Ecker und Gisch.